Online Communities sollten mein Business voranbringen. Stattdessen führten sie zu Masking, Small Talk und Stress. Was ich als autistische Unternehmerin daraus gelernt habe.
Online Communities werden als die Geheimwaffe im Online Business gehandelt. Der Rat ist klar: Geh in Communities,
Ich habe es ausprobiert. Und genau das ist passiert, was ich als Autistin in Gruppensituationen schon so oft erlebt habe: Ich musste mich sehr stark anpassen, um dort reinzupassen.
Folgendes hat die Teilhabe an (Business) Online Communities bei mir ausgelöst.
Masking bedeutet, dass ich meine autistischen Züge verstecke, um in sozialen Situationen nicht aufzufallen (siehe auch Autismus Masking)
In Online Communities hatte ich das Gefühl, dass ich zum Masking gezwungen wurde.
Die Regeln, die jede Community für sich definiert hat, waren sehr eng gesteckt.
Wenn ich mal nicht den richtigen Ton getroffen habe oder nicht die richtige Tiefe an Small Talk erwischt habe, dann hat sich die Zurechtweisung sehr intensiv für mich angefühlt.
Diese ständige Unsicherheit, ob ich gerade „richtig“ kommuniziere, hat mich enorm belastet.
Als Autistin liebe ich Deep Talk. Ich will Details, ich will Tiefe, ich will wirklich verstehen, wie Dinge funktionieren.
In den Online Communities blieb alles sehr oberflächlich. Auch wenn es um Business ging, kratzte die Diskussion nur an der Oberfläche. Die wirklichen Deep Talks sind hinter der Paywall versteckt.
Außerdem war die ganze Diskussionskultur sehr hype getrieben. Immer die gleichen Best Practices, die gleichen fancy Formate, die gleichen oberflächlichen Antworten.
Für mich als Autistin war das unbefriedigend. Ich konnte keinen Mehrwert für mich persönlich oder mein Business erkennen.
All das hat bei mir zu enormem Stress geführt.
Ich hatte diesen sozialen Druck: Ich muss da regelmäßig reinschauen, ich muss regelmäßig posten, mich an der Diskussion beteiligen, mich als Expertin positionieren. Dieser ständige innere Druck hat mich wahnsinnig gestresst.
Dazu kam noch die Angst, etwas falsch zu machen. Wieder zurechtgewiesen zu werden, weil ich den falschen Ton getroffen habe oder zu direkt war.
Dieser doppelte Stress war auf Dauer nicht auszuhalten.
Womit ich gar nicht gerechnet hatte: Die Challenges in Communities haben bei mir Demand Avoidance ausgelöst (siehe auch PDA).
Diese Challenges waren für mich eine Forderung. Gekoppelt mit strikten Timelines, Gruppen-Calls und verpflichtenden Elementen. Das hat mich so unter Stress gesetzt, dass ich keine einzige davon gemacht habe.
Ich konnte die Challenges einfach nicht starten.
Je mehr Druck aufgebaut wurde, desto mehr habe ich mich innerlich dagegen gewehrt. Typisch für Demand Avoidance: Der äußere Druck führt zu innerer Blockade.
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Alles in allem war das für mich als Autistin keine gute Erfahrung mit Online Communities.
Diese Communities verursachen mir sehr viel Stress, bei keinem erkennbaren Mehrwert für mein Business. Im Gegenteil: Sie zwingen mich zum Masking, sie lösen Demand Avoidance aus, und verursachten Stress.
Ich habe beschlossen, dass das nicht der richtige Weg ist, um mein Business wachsen zu lassen. Für mein Business geht es darum, dass es nach meinen Bedürfnissen gestaltet ist. Und das heißt:
Ich kann sein, wer ich bin.
Ohne ständige Anpassung. Ohne Masking. Ohne Angst, etwas falsch zu machen.
Es ist dein Business und dein Business muss zu dir passen, nicht umgekehrt. Die besten Business-Tipps und die etabliertesten Best Practices bringen dich nichts, wenn sie dich stressen und kaum Mehrwert bringen.
Ich gebe dir die Erlaubnis, dass du solche Business-Praktiken hinterfragen darfst. Du darfst dich von ihnen abstoßen und nach anderen Maßnahmen suchen, die besser zu dir und deinem Business passen.
Ich gehe sogar so weit, dass ich sage: Du musst.
Denn wenn du langfristig erfolgreich sein willst als Selbstständige, dann musst du dein Business an dich anpassen.
Wenn klassische Business-Tipps bei dir zu Stress und Masking führen statt zu Erfolg, braucht dein Business andere Strategien.
Welche Marketing- und Kundengewinnungsmethoden zu dir und deinem Business passen, ist zentrales Thema in meinem Business Coaching.
Erste Schritte, um dein Unternehmen an deine Neurodivergenz anzupassen und so das Fundament für deinen langfristigen Erfolg zu schaffen, findest du im kostenlosen Erfolgsguide.
Small Talk bleibt an der Oberfläche und dient hauptsächlich dem sozialen Austausch ohne tieferen Inhalt.
Deep Talk geht in die Tiefe, behandelt Details und echtes Verständnis für ein Thema.
Als autistische Unternehmerin liebe ich Deep Talk, weil ich Details und Tiefe brauche, um wirklich zu verstehen. In vielen Online Communities dominiert jedoch Small Talk und oberflächlicher Austausch. Die wirklich wertvollen, tiefen Gespräche sind oft hinter Paywalls versteckt. Das macht Communities für viele Neurodivergente unbefriedigend.
Demand Avoidance bedeutet, dass äußerer Druck und Forderungen zu innerer Blockade führen, selbst wenn du eigentlich am Thema interessiert bist. Je mehr Druck aufgebaut wird, desto mehr wehrst du dich innerlich dagegen.
Community-Challenges kommen oft mit strikten Timelines, verpflichtenden Gruppen-Calls und sozialem Druck („Alle machen mit!“). Für viele Neurodivergente fühlt sich das wie eine Forderung an, und genau das löst die Blockade aus. Du kannst nicht starten, obwohl du vielleicht willst.
Erfahre mehr über PDA – Demand Avoidance
Nein. Online Communities werden oft als Pflicht für Selbstständige dargestellt, aber das stimmt nicht. Wenn sie bei dir zu Stress, Masking und Erschöpfung führen, ohne echten Mehrwert zu bringen, sind sie nicht der richtige Weg für dich.
Es gibt andere Wege, dein Business aufzubauen und sichtbar zu werden, z.b.:
Dein Business muss zu dir passen, nicht umgekehrt.
Eine Business-Strategie passt zu deiner Neurodivergenz, wenn sie dich nicht überfordert und dir nicht das Gefühl gibt, dich verstellen zu müssen.
Frag dich:
Wenn du mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortest, ist die Strategie wahrscheinlich nicht für dich geeignet. Such nach Alternativen, die zu deinen Bedürfnissen passen.
Hinterfrage diese Tipps und gib dir selbst die Erlaubnis, sie abzulehnen, wenn sie nicht zu dir passen. Dein Business muss zu deinen neurodivergenten Bedürfnissen passen, nicht zu neurotypischen Best Practices.
Such nach Strategien, die deine Stärken nutzen statt deine Schwächen zu betonen.
Wenn du Hilfe dabei brauchst, ist mein Business Coaching das richtige für dich. Wir analysieren gemeinsam deine geschäftliche Herausforderung und deine neurodivergenten Bedürfnisse und entwerfen eine Lösung passend für dich und dein Business.
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