Warum bin ich an manchen Tagen superproduktiv – und an anderen gar nicht?

Schwankende Energie ist Teil neurodivergenter Produktivität – und kein persönliches Versagen.


Erfahre, wie du dein Business so strukturierst, dass es zu deinem Energieverlauf passt.

Das erwartet dich

Wenn Produktivität in Wellen kommt

Kennst du das? An einem Tag sprühst du vor Energie, arbeitest konzentriert, triffst gute Entscheidungen –
und am nächsten Tag bist du leer, überfordert oder kommst kaum aus dem Bett?

So ging es mir jahrelang. Ich dachte, ich wäre faul, unstrukturiert oder einfach nicht belastbar genug.
Ich habe To-Do-Methoden ausprobiert, Zeitmanagement-Trainings gemacht und zahllose Produktivitätshacks getestet – doch nichts davon hat dauerhaft funktioniert.

Erst mit meiner Autismusdiagnose habe ich verstanden, dass meine Energie einfach anders funktioniert.
Ich bin neurodivergent, und das bedeutet: Meine Produktivität ist nicht linear.

Uneven Productivity – was hinter schwankender Energie steckt

Neurodivergente Menschen – insbesondere Autist:innen und ADHSler:innen – erleben Energie und Konzentration in Wellen.

Unser Nervensystem verarbeitet Reize intensiver, und das kostet Energie. Wenn der Akku leer ist, funktioniert kein Willenskraft- oder „Push-dich-durch“-System der Welt.

Das zu verstehen, war für mich ein Wendepunkt. Ich musste nicht mehr leisten, sondern lernen, mein Business an meine Energie anzupassen.

Fühlt sich Business für dich oft anders an?

Als neurodivergente Selbstständige stehst du vor besonderen Fragen: Energie einteilen, Reizüberflutung managen, 1000 Ideen ordnen. Genau darum geht es in meinem Newsletter.

Du bekommst regelmäßig kurze, praxisnahe Impulse – aus meinem eigenen Unternehmertum und aus Gesprächen mit anderen ND-Unternehmerinnen.

Inhalte, die dich wirklich weiterbringen, von einer Autistin für dich.

Meine Strategien für schwankende Energie im Business

Hier sind die vier Schritte, mit denen ich meine Energie besser verstehe – und trotzdem produktiv bleibe.

Energieorientierte Priorisierung

Ich plane nicht mehr starr nach Zeit, sondern nach Energie.

Zuerst prüfe ich:

  • Welche Aufgaben haben echte Deadlines?
  • Welche bringen mich meinem aktuellen Businessziel näher?
  • Wie viel Energie habe ich heute überhaupt?

 

Dann wähle ich die Aufgaben, die zu meinem aktuellen Energielevel passen.
So bleibe ich produktiv – auch an durchwachsenen Tagen.

Buchungskalender statt Terminchaos

Ich nutze einen automatisierten Buchungskalender, über den Kund:innen selbst Termine wählen. Dadurch entfällt das energieaufwendige Hin-und-her-Schreiben.

So bleibe ich planbar und schütze meine soziale Energie.

Fokuszeiten & Mikro-Pausen

Ich blocke mir feste Fokuszeiten im Kalender – meist zwei Stunden, ungestört.

Zwischen Meetings liegen min. fünf Minuten Pause, um Reize zu verarbeiten und kurz abzuschalten.

Diese kleinen Pausen verhindern, dass ich ausbrenne, bevor der Tag vorbei ist.

Regelmäßige Erholungswochen

Alle zwei Monate nehme ich mir eine Woche komplett frei.

In dieser Zeit lasse ich meiner Kreativität freien Lauf, lese, plane oder ruhe mich einfach aus.

Seit ich das konsequent mache, ist meine Produktivität langfristig stabiler.

Akzeptanz statt Widerstand

Paulina Hornbachner sitzt vor einem Fenster und sieht in die Kamera

Ich habe aufgehört, meine Energie als Problem zu sehen.

Heute ist sie mein Orientierungssystem – sie zeigt mir, wann ich gestalten, lernen oder ruhen darf. Und genau dadurch bin ich verlässlicher und kreativer als je zuvor.

Paulina Hornbachner sitzt vor einem Fenster und sieht in die Kamera

Energieorientiertes Arbeiten ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg

Wer neurodivergent ist, arbeitet nicht linear – und das ist gut so.

Der Erfolgs-Guide für ND Selbstständige zeigt dir, wie du deine Produktivität, Energie und Business-Struktur strategisch aufeinander abstimmst.

Was du über schwankende Energie im Business wissen solltest

Warum bin ich an manchen Tagen superproduktiv – und an anderen gar nicht?

Schwankende Energie ist bei vielen neurodivergenten Menschen normal.
Das liegt daran, dass das Nervensystem Reize intensiver verarbeitet und dadurch Energie unterschiedlich schnell verbraucht.
An manchen Tagen ist dein Akku einfach leer – nicht, weil du faul bist, sondern weil dein Körper und Gehirn Erholung brauchen.

Ja. Sowohl bei Autismus als auch bei ADHS verläuft Produktivität oft in Wellen.
Das hängt mit Faktoren wie Reizüberflutung, Hyperfokus und mentaler Erschöpfung zusammen.
Diese Schwankungen sind keine Schwäche, sondern ein neurobiologisches Muster.

Passe deine Arbeitsstruktur an deine Energie an – nicht umgekehrt.
Plane anspruchsvolle Aufgaben für Hochenergie-Phasen und wiederkehrende oder leichte Tätigkeiten für ruhigere Tage.
Hilfreich sind feste Fokuszeiten, Pausen zwischen Terminen und eine klare Trennung von Arbeit und Erholung.

Ein automatisierter Buchungskalender kann helfen.
Damit planst du feste Tage und Zeitfenster für Calls, während Kund:innen selbst buchen können.
So behältst du Kontrolle über deine Energie und vermeidest Überforderung durch spontane Anfragen.

Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn du deine Energiezyklen akzeptierst und dein Business danach strukturierst.
Mit Energieorientierung, Pausen, klaren Prozessen und realistischer Planung bleibst du produktiv, ohne dich zu überlasten.
Langfristig führt das zu mehr Stabilität, Zufriedenheit und wirtschaftlicher Konstanz.

Energieorientiertes Arbeiten bedeutet, Entscheidungen, Prioritäten und Strukturen an den individuellen Energieverlauf anzupassen.
Statt lineare Produktivität anzustreben, wird Energie als Führungsgröße genutzt – ein Ansatz, der besonders bei autistischen und ADHS-Unternehmer:innen zu nachhaltiger Leistungsfähigkeit führt.